Sorgenpüppchen

Sorgenpüppchen vertreiben die Sorgen und tun Gutes.

Eine unglaubliche Geschichte von Chiara, Sina und Steffi, 6. Klasse, Primarschule Hoffnungsgut, Bischofszell.

Die Klasse hatte den Auftrag im Mai/Juni/Juli 2010 aus einem Startkapital von 10.- Franken pro Schüler einen möglichst grossen Gewinn zu erzielen. Dieser Gewinn sollte dann einem sozialen Projekt übergeben werden. Chiara, Sina und Steffi beschlossen sogenannte „Sorgenpüppchen“ zu basteln, die sie für 5 Franken verkauften wollten. Ein Sorgenpüppchen ist ein kleines 8 cm grosses Püppchen (Bild), dem man seine Sorgen am Abend erzählt, dann das Püppchen unter das Kopfkissen legt und am Morgen sind alle Sorgen verschwunden. Dieser Brauch stammt ursprünglich aus Guatemala.

Chiara war seit Geburt wegen einer Spaltfehlbildung von Dr. Beat Hanimann, Stv.-Chefarzt der Kinderchirurgie St. Gallen operiert und betreut worden. Deshalb beschlossen die drei Mädchen, einen allfälligen Gewinn aus dem Verkauf dem Projekt „Friends of Pandar“ zukommen zu lassen. Dr. Hanimann hatte für dieses deutsches Projekt im zentralen Hochland Indiens vier Einsätze geleistet. Dort behandeln die Ärzte kostenlos arme Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten.

Mit den ihnen zur Verfügung stehenden 30.- Fr.kauften die drei Mädchen Filz, Holzkugeln, Stoff und Watte und fertigten damit die Püppchen. Dann zogen sie durch die Quartiere der Stadt, ins Altersheim und vor die Verkaufsläden in Bischofzell, zB. vor den COOP (Bild) und boten die Püppchen feil. Sie fanden reissenden Absatz. Mit über 4‘000.- Fr. haben die Mädchen einen überraschend hohen Betrag gesammelt. Als Dr. Hanimann von seinem Einsatz mit dem Swiss Surgical Team in der Mongolei zurückkam und davon erzählte, haben Chiara, Sina und Steffi spontan beschlossen, den grossen Betrag zu teilen und die Hälfte der Jürg Ammann-Stiftung zu Gunsten des Kinderspitals in Ulaanbaatar zu spenden.

Die drei jungen Heldinnen schreiben dazu: „Wir freuen uns, wenn Sie mit diesem Geld ganz vielen Kinder helfen können“ und erinnern an den Ausspruch von Albert Schweizer:
Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt

 
 

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