3. Benefizkonzert

Einladung zum 3. Benefizkonzert

Samstag, 5. November 2011, Helferei Zürich, Kirchgasse 13 beim Grossmünster

Als herzliches Dankeschön spielt das Trio Balagan für Sie Weisen aus vielen Ländern, entführt Sie in klassische Musikwelten, eröffnet Ihnen improvisatorische Musikräume und verführt Sie mit mitreissenden Tangoklängen.

  • 17h Informationen über die verschiedenen Einsätze des Swiss Surgical Teams während der letzten zwei Jahre.

  • 18h Trio Balagan: Karel Boeschoten (Violine) Jürg Luchsinger (Akkordeon) Alexander Boeschoten (Klavier) Schon heute danken wir den Musikern, dass sie zugunsten der Stiftung auf ihre Gage verzichten.

  • 19h Umtrunk, von Stiftungsmitgliedern offeriert

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und verbleiben bis dahin mit herzlichen Grüssen.

Spenden an PC-Konto 30-194129-5 mit Vermerk «Stiftung Jürg Ammann für Swiss Surgical Teams»

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Der mongolische Staatspräsident und die Schweiz

Der Staatspräsident der Mongolei, Tsachiagiin Elbegdordsch, besuchte im Januar die Stadt Aarau. Sein Besuch war Teil einer Studienreise, welche ihn der schweizer Regierungsform näher bringen sollte. Elbegdordsch erwägt die Einführung der direkten Demokratie in der Mongolei. Er gilt als Mitbegründer der dortigen demokratischen Bewegung und ist seit 2009 im Amt des Staatspräsidenten.

Zwei Jahre vor seinem Amtsantritt, im Juli 2007, erlitt Elbegdordsch einen schweren Autounfall, bei welchem er angeblich in ein Koma fiel. Er wurde unmittelbar in der vom Swiss Surgical Team unterstützten Trauma-Klinik in Ulaanbaatar behandelt und ist heute wieder wohlauf.

 
Swiss Surgical Team Mongolei 2010

Swiss Surgical Team Mongolei 2010

Beat Kehrer Dr.med., Dr.h.c.,
Teamleader SST / Präsident Jürg Ammann Stiftung

Keiner der acht Pioniere des Swiss Surgical Team (SST), welche auf einen Vorschlag von Pierre Tschantz (Neuchâtel) und Jean-François Schmid (Yverdon-les-Bains) 1999 erstmals in die Mongolei reisten, hätte sich wohl träumen lassen, was aus ihrer mutigen Initiative entstehen würde. Heute – 11 Jahre später – ist das SST die grösste, chirurgische Hilfsorganisation, welche in der Mongolei tätig ist.

Zu Beginn konzentrierte sich das SST auf die Weiter- und Fortbildung in operativer Tätigkeit sowie in der perioperativen Diagnostik und Therapie. Sehr bald aber wurde die Notwendigkeit einer umfassenderen chirurgischen Hilfe erkannt. Dank langjähriger finanzieller und materieller Unterstützung durch Privatpersonen (über die Jürg Ammann-Stiftung), chirurgische Fachgesellschaften (fmch, SGC, ICS), Spitäler, Firmen sowie die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und die Eidgenössische Kommission für Ausländische Studierende (ESKAS), war es deshalb möglich weitere Projekte zu verwirklichen.

Die Mission 2010 illustriert diese Entwicklung eindrücklich:
Vom 14. Mai bis zum 5. Juni 2010 war das bisher grösste SST in sechs verschiedenen Spitälern tätig (10 Chirurgen, 4 Anästhesisten, 4 Operationsfachleute, 3 Pädiater, 2 Medizintechniker und je ein Pathologe, Geburtshelfer, Gynäkologe, Software-Spezialist, Fotograf sowie der Teamleiter).
Alle sind ausgewiesene Spezialisten, die mit ihrem langfristigen Engagement den Erfolg und die Nachhaltigkeit unserer Einsätze sicherstellen. Dies ist entscheidend, denn ungenügende oder gar fehlende diagnostische und therapeutische Mittel, komplexe Erkrankungen, Kommunikationsprobleme, kulturelle Unterschiede etc. erschweren die Arbeit. Es erfordert grosse klinische und operative Erfahrung um in diesem Umfeld bestehen zu können. Und es braucht Zeit, um zwischen den Partnern das notwendige Vertrauen aufzubauen.

In der Hauptstadt Ulaanbaatar arbeiten wir mit unseren bewährten Partnern: Spital Nr.1 (Allgemeinchirurgie, Anästhesie, Schmerztherapie, Intensivpflege), National Cancer Center (Anästhesie / Leber-, Gallengangs-, Pankreaschirurgie / Gynäkologie) Kinderspital (Kinderchirurgie, Kinderanästhesie), MCHRC (Geburtshilfe / Kurse in Zusammenarbeit mit UNFPA / Hüft-Projekt).

Operation im Kinderspital Ulaanbaatar (die OP-Lampe wurde vom Spital Herisau gespendet)

Seit fünf Jahren sind wir zudem mit zwei Teams in weit abgelegenen, peripheren Spitälern präsent. 2010 arbeitete eines dieser Teams im Norden der Mongolei wo sich eine der grössten Kupferminen befindet ein zweites in der Wüste Gobi. Je eine junge Chirurgin / Chirurg sind in diese Teams integriert, erhalten einen Einblick in die Arbeit in einem Schwellenland und erleben deren Faszination. Wir hoffen, sie damit für die Zukunft für eine solche Tätigkeit begeistern zu können.

Ein weiteres grosses Projekt – von der DEZA mitfinanziert und vom SST in der Mongolei implementiert – ist der Aufbau eines Telemedizin-Netzwerkes, welches alle Spitäler in der Mongolei untereinander verbindet. Die dazu notwendige Hard- und Software wurde vom SST in Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Firma entwickelt und in der Mongolei eingeführt. Das Netzwerk dient dazu, den peripheren Spitälern, die Hunderte von Kilometer ausserhalb der Hauptstadt liegen und nur schwer erreichbar sind, fachliche Unterstützung zu geben (Konsultationen mit Spezialisten, Weiter- und Fortbildung, Beurteilung von Befunden etc.). Nach sorgfältiger Einführung sind die ersten Erfahrungen mit dem Netzwerk ausserordentlich positiv. Inzwischen sind Fachleute aus verschiedenen Ländern und internationalen Organisationen an diesem Projekt interessiert.

Kurs für Telemedizin

Kurs für Telemedizin

Neu im SST sind drei Kinderärzte welche die Früherfassung von Hüftgelenksfehlbildungen bei Neugeborenen und Säuglingen einführen. Die im Vorjahr mit unserer Unterstützung begonnenen ersten Abklärungen und gewonnenen Erkenntnisse werden nun während einem Jahr in einer kontrollierten Studie umgesetzt. Dazu werden ca. 9000 Neugeborenen von unseren Mongolischen Kolleginnen untersucht und die Sonographie-Bilder über unser Telemedizin-System von der Schweiz aus kontrolliert. So können allfällige Fehlbildungen erfasst und rechtzeitig einer Behandlung zugeführt werden mit dem Ziel, den betroffenen Kindern eine Invalidisierung zu ersparen.

Technische Geräte sind in der modernen Medizin unverzichtbar, übersteigen aber die finanziellen Mittel der öffentlichen Spitäler in der Mongolei. So haben wir z.B. im laufenden Jahr drei Grosscontainer mit Material in die Mongolei geschickt und in unserer Anwesenheit verteilt. Die Geräte müssen instruiert, regelmässig kontrolliert, gewartet und wenn nötig repariert werden. Unsere beiden Techniker übernehmen diese anspruchsvollen Aufgaben, da vor Ort dazu keine adäquaten Möglichkeiten bestehen.

Seit mehreren Jahren haben wir, dank grosszügiger Unterstützung durch die Eidgenössischen Stipendienkommission für ausländische Studierende, die Möglichkeit in jedem Wintersemester bis zu drei Stipendiaten/innen für 6 Monate in die Schweiz einzuladen. Die von uns ausgewählten jungen Ärzte lernen während dieser Zeit in einer von einem unserer Mitglieder geleiteten Klinik unser Gesundheitssystem kennen. Dabei bietet sich Gelegenheit in einer vertieften Zusammenarbeit nicht nur medizinisches Wissen zu vermitteln, sondern auch organisatorische, ethische, politische etc. Fragen zu diskutieren.

Mongolische Stipendiatin am Ostschweizer Kinderspital

Mongolische Stipendiatin am Ostschweizer Kinderspital

Was haben wir gelernt?
Dass nur ein langfristiges Engagement eines stabilen und erfahrenen Teams Erfolge und Fortschritte erzielen kann. Dazu braucht es gegenseitige Vertrautheit und grosses Vertrauen, das auf Respekt und Wertschätzung aufgebaut ist und Partner, die sich verstehen und Werte und Ziele teilen. Viele unserer Mongolischen Kollegen/innen sind im Laufe der Jahre für uns zu echten Freunden geworden mit denen zu Arbeiten auch für uns jedes Mal eine grosse Bereicherung ist.

Unsere Partner und Freunde vom National Cancer Center in Ulaanbaatar

Unsere Partner und Freunde vom National Cancer Center in Ulaanbaatar

2011 wird das SST wieder vom 27. Mai bis zum 18.Juni in der Mongolei weilen.

Photos: Michael Baumann, Beat Kehrer, Beat Hanimann

 
Sorgenpüppchen

Sorgenpüppchen vertreiben die Sorgen und tun Gutes.

Eine unglaubliche Geschichte von Chiara, Sina und Steffi, 6. Klasse, Primarschule Hoffnungsgut, Bischofszell.

Die Klasse hatte den Auftrag im Mai/Juni/Juli 2010 aus einem Startkapital von 10.- Franken pro Schüler einen möglichst grossen Gewinn zu erzielen. Dieser Gewinn sollte dann einem sozialen Projekt übergeben werden. Chiara, Sina und Steffi beschlossen sogenannte „Sorgenpüppchen“ zu basteln, die sie für 5 Franken verkauften wollten. Ein Sorgenpüppchen ist ein kleines 8 cm grosses Püppchen (Bild), dem man seine Sorgen am Abend erzählt, dann das Püppchen unter das Kopfkissen legt und am Morgen sind alle Sorgen verschwunden. Dieser Brauch stammt ursprünglich aus Guatemala.

Chiara war seit Geburt wegen einer Spaltfehlbildung von Dr. Beat Hanimann, Stv.-Chefarzt der Kinderchirurgie St. Gallen operiert und betreut worden. Deshalb beschlossen die drei Mädchen, einen allfälligen Gewinn aus dem Verkauf dem Projekt „Friends of Pandar“ zukommen zu lassen. Dr. Hanimann hatte für dieses deutsches Projekt im zentralen Hochland Indiens vier Einsätze geleistet. Dort behandeln die Ärzte kostenlos arme Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten.

Mit den ihnen zur Verfügung stehenden 30.- Fr.kauften die drei Mädchen Filz, Holzkugeln, Stoff und Watte und fertigten damit die Püppchen. Dann zogen sie durch die Quartiere der Stadt, ins Altersheim und vor die Verkaufsläden in Bischofzell, zB. vor den COOP (Bild) und boten die Püppchen feil. Sie fanden reissenden Absatz. Mit über 4‘000.- Fr. haben die Mädchen einen überraschend hohen Betrag gesammelt. Als Dr. Hanimann von seinem Einsatz mit dem Swiss Surgical Team in der Mongolei zurückkam und davon erzählte, haben Chiara, Sina und Steffi spontan beschlossen, den grossen Betrag zu teilen und die Hälfte der Jürg Ammann-Stiftung zu Gunsten des Kinderspitals in Ulaanbaatar zu spenden.

Die drei jungen Heldinnen schreiben dazu: „Wir freuen uns, wenn Sie mit diesem Geld ganz vielen Kinder helfen können“ und erinnern an den Ausspruch von Albert Schweizer:
Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt

 

News Juni 2010

Dr. Thomas Böhlen, Anaesthesist mit Spezialisierung Schmerztherapie war 2009 auf eigene Initiative nochmals in der Mongolei. Es wird an einem gemeinsamen Projekt Schweiz / Mongolei zur Verbesserung der Behandlung der chronischen Schmerzen gearbeitet.

Gleichzeitig war auch Prof. Martin Oberholzer vor Ort, um die Entwicklung des Telemedizin-Projektes zu überwachen und weiter zu entwickeln.

Das “Hüftprojekt” der Pädiater Dr. Raoul Schmid und Dr. Thomas Baumann wird nun auch in das Telemedizinprojekt eingebunden. Man geht davon aus, dass bei ca. 9000 Neugeborenen pro Jahr die Ultraschalluntersuche der Hüfte in der Schweiz über unser Telemedizin-Netzwerk befundet werden. Parallel dazu werden die Pädiater in der Mongolei in der Ultraschalldiagnostik und der Therapie ausgebildet, sodass längerfristig nur noch Problemfälle in der Schweiz beurteilt werden.

Seit dem 14. Mai weilt das SST wieder in der Mongolei. Total nehmen 29 Personen an der Mission teil. Neben den 10 Chirurgen und 4 Anästhesisten sind 4 Operationsfachfrauen, 3 Pädiater, 2 Medizin-Techniker, 1 Gynäkologe, 1 Geburtshelfer, 1 Pathologe, 1 Software- Spezialist,1 Fotograf und der Teamleiterin der Mongolei. Zwei chirurgischen Teams sind in der der Peripherie eingesetzt (Erdenet, Sajnshand).

Zusammen mit der Telemedizin-Equipe werden voraussichtlich im Herbst 2010 auch das Team für das National Cancer Center und Thomas Böhlen nochmals 1 Woche in Ulaanbaatar tätig sein.

 

Benefiz, Vortrag & Konzert 2009

Jürg Ammann-Stiftung für Swiss Surgical Teams

1. November 2009, Helferei Zürich, Kirchgasse 13 beim Grossmünster

11.15 Diavortrag des SST-Präsidenten Dr. med. Beat Kehrer zum diesjährigen Einsatz des Swiss Surgical Teams in der Mongolei
12.00 Adrian Oetiker (Klavier) mit Joseph-Maurice Weder (Klavier) spielen Werke von Beethoven und Chopin.
13.00 Khungen Zuusch (Zwischenmahlzeit)

Spenden an PC-Konto 30-194129-5 mit Vermerk «Stiftung Jürg Ammann für Swiss Surgical Teams»

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Die Plenarversammlung anlässlich der WHO-Sitzung
Die Plenarversammlung anlässlich der WHO-Sitzung

Swiss Surgical Team Mongolei 2009

Beat Kehrer, Teamleader SST / Präsident Jürg Ammann Stiftung

Auch nach 11 Jahren ist das SST in der Mongolei unvermindert aktiv!

Für das im Aufbau begriffene Telemedizin-System weilten schon im März 2009 zwei Mitglieder (Kehrer/Oberholzer) – begleitet von zwei IT-Spezialisten – in Ulaanbaatar. Ende 2008 hatte die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) im Eidgenössischen Amt für auswärtige Angelegenheiten eine entscheidende finanzielle Unterstützung für dieses Projekt gesprochen. Für das SST ist dies nicht nur Anerkennung der bisherigen Tätigkeit, sondern auch Verpflichtung, das Projekt erfolgreich zu implementieren. Dazu waren Absprachen und Planungen mit unseren Partner vor Ort notwendig.

Das mit 23 Mitgliedern bisher grösste Team reiste vom 22. Mai bis 13. Juni in die Mongolei. Entsprechend vielfältig waren dessen Aktivitäten:

1. Tätigkeiten in Ulaanbaatar:

  • Im National Cancer Center haben unsere Kollegen dank der langjährigen und konsequenten Fortbildung durch unser Team (Gillet/Chanson/van Maren) wesentliche Fortschritte gemacht. Ihr medizinisches Wissen und Können haben einen sehr hohen Stand erreicht. Dank diesen Voraussetzungen konnten ihnen komplexe Geräte übergeben werden, die durch einen Schweizer Sponsor finanziert wurden. Die Geräte erweitern und verbessern die technischen Möglichkeiten in der Leberchirurgie.
  • Im Kinderspital fehlt aus politischen Gründen in der Kinderchirurgie weiterhin der kompetente Chefarzt. Unser bewährtes Team (Hanimann/Winiker/Waidelich) konnte die wenig erfahrenen Kinderchirurgen in schwierigen Fällen beraten und unterstützen.
  • Im Spital Nr. 1 haben kurzfristige Absagen von Mitgliedern des SST leider keinen Einsatz erlaubt. Dies war bedauerlich, da das bedeutende Zentralspital der erste und längste Partner des SST ist. Einzig Thomas Böhlen konnte für wenige Tage Schmerzpatienten behandeln und das Personal instruieren.
  • Im Mother and Child Hospital hat Gero Drack Kurse gegeben zu Themen wie Schwangerschaftsprobleme, Vakuumextraktion etc. Zudem hat er während einer Woche als Hauptreferent einer Fortbildungswoche der UNFPA in Choibalsan eine Reihe von Lektionen zu Problemen rund um die Geburt erteilt. Die enge Zusammenarbeit des SST mit dieser UN-Organisation hat sich gut eingespielt und bewährt.

2. Wie schon seit 4 Jahren unterstützten wir wieder zwei Countryside Hospitals. Dies sind „Regional Centers“ in der Steppe, Hunderte von Kilometern von der Hauptstadt entfernt, die isoliert und weitgehend auf sich selbst gestellt sind. Patienten können von dort nur in Ausnahmefällen in die spezialisierten Zentren von Ulaabaatar überwiesen werden, sei es aus Mangel an Geld, fehlenden Transportmitteln oder unpassierbaren Strassen. Die Ausrüstung dieser Spitäler hat sich wohl in den letzten Jahren etwas verbessert, ist aber immer noch ungenügend.

  • Im Norden der Mongolei war erstmals ein Team in Darkhan im Einsatz (Nussbaumer/Borboen/Twerenbold/Hämmerli),
  • Im Osten arbeitete das Team (Rotzer/Bärtschi/Müller/Dauwalder) in Choibalsan, einer ehemaligen Garnisonsstadt der Russischen Armee.

Die Teams waren herzlich willkommen. Sie bringen Kontakte, Fortbildung sowie medizinische und materielle Unterstützung, beteiligen sich an der täglichen Arbeit, diskutieren Probleme von Patienten, assistieren bei Operationen und erteilen Kurse in ihren Fachgebieten.
In beide Teams waren je eine junge Chirurgin integriert (Twerenbold/Müller) mit dem Ziel, sie unter der Führung von erfahrenen Kollegen in die anspruchsvolle Tätigkeit in einem Entwicklungsland einzuführen und dafür zu begeistern.

Operative Eingriffe
Die meisten Operationen wurden zu Ausbildungszwecken assistiert und nur bei sehr schwierigen Fällen, wie grosse, komplexe- oder Mehrfach-Eingriffe, von unseren Mitgliedern selbst durchgeführt oder die Anaesthesie geleitet. Die Zahlen umfassen alle Eingriffe, an denen ein SST-Mitglied beteiligt
war.
Spital Nr. 1

  • Allgemeinchirurgie 05
  • Schmerztherapie 56 (inkl. Darkhan)
  • Anaesthesien 05

National Cancer Center

  • Chirurgie 82 (vorwiegend komplexe Leberoperationen)
    Anaesthesien 47

Maternal and Child Health Research Center

  • Kinderchirurgie 66
  • Geburtshilfe 05
  • Anaesthesien 81

National Traumatology and Orthopaedic Research Center * *keine Eingriffe
Aimag-Spital Dornod

  • Chirurgie 75 (davon 29 laparoskopische Gallenblasenoperationen)
  • Geburtshilfe 06
  • Anaesthesie 81

Aimag-Spital Darkhan

  • Chirurgie 54
  • Anaesthesien 72

Total Eingriffe und Anaesthesien 635

3. In der Mongolei sind angeborene Hüftfehlbildungen häufig und werden oft zu spät diagnostiziert und inadäquat behandelt. Zwei Pädiater (Baumann/Schmid) haben sich deshalb dem SST angeschlossen und für Mongolische Kinderärzte erste Kurse zur Frühdiagnose durchgeführt, die auf grosses Interesse gestossen sind. Die Frühdiagnose ermöglicht eine wenig belastende Therapie und kann helfen Operationen zu vermeiden. Es ist geplant, das Projekt längerfristig auch wissenschaftlich zu begleiten und auszuwerten.

4. Für das Telemedizin-Projekt wurden eingehende Instruktionen des verantwortlichen lokalen Personals durchgeführt und neun periphere Spitäler mit der notwendigen Hardware ausgerüstet. Erste Tests vor Ort (u.a. mit zwei Life-Übertragungen aus Choibalsan an das WHO-Meeting in Ulaanbaatar) haben gezeigt, dass Hardware und auch die neu entwickelte Software problemlos funktionieren. In der Folge hat sich die UNFPA entschlossen, sich finanziell daran zu beteiligen und über unser Netzwerk eigene Projekte abzuwickeln.

5. Die GIEESC (Global Initiative for Emergency and Essential Surgical Care), welche sich innerhalb der WHO mit der Chirurgie beschäftigt, hat während unserer Anwesenheit in der Mongolei ihr drittes Meeting abgehalten. Das SST, als Gründungsmitglied der GIEESC, war an der Vorbereitung des Meetings beteiligt. Das von Vertretern aus der ganzen Welt besuchte Meeting gab Gelegenheit die Zusammenarbeit zwischen dem SST und dem Gesundheitswesen der Mongolei zu präsentieren.

6. Als Stipendiatin der ESKAS (Eidgenössische Kommission für Ausländische Studierende) wird Frau Dr. Sarangerel ab Oktober 2009 während 6 Monaten am Kantonsspital St. Gallen tätig sein. Sie wird dort an der Frauenklinik von Gero Drack betreut werden und Gelegenheit haben, sich in der Geburtshilfe fortzubilden.

Der nächste Einsatz des SST in der Mongolei ist für die Zeit vom 14. Mai bis 5. Juni 2010 geplant.

 
Besuch des Präsidenten des Schweizer Nationalrates am Telemedizin-Zentrum

Besuch des Präsidenten des Schweizer Nationalrates

Am 20. Oktober 2008 hat der Präsident des Schweizer Nationalrates, Mr. Bugnon, anlässlich seines offiziellen Staatsbesuches in der Mongolei unser an der Health Sciences University of Mongolia (HSUM) im Aufbau begriffenes Telemedizin-Zentrum besucht. Der lokale Leiter des Zentrums, Dr. Dungubat Erdenetsogt, hat ihm unser Projekt und den gegenwärtigen Stand vorgestellt und auf dessen Bedeutung für die Entwicklung des Gesundheitswesens der Mongolei hingewiesen. Nach Aussage des Schweizer Konsuls in der Mongolei, Dr. Markus Dubach, hat Herr Bugnon unsere Arbeit sehr positiv bewertet.
Das Schweizer Konsulat in der Mongolei hat in seinem aktuellen Newsletter über den Besuch sowie die Arbeit im Telemedizin-Zentrum berichtet.

 
Prof. M. Gillet bei einer Operation im National Cancer Center

Mission SST en Mongolie du 7 Septembre au 28 Septembre 2008

Introduction
Le but de ce voyage était de présider le Congrès International: Surgery and Interventional Radiology et de participer à l’activité du Cancer Hospital jusqu’au 28 septembre 2008. Le pays a retrouvé le calme après les émeutes de juin qui ont fait suite aux élections législatives. Deux bâtiments, dont celui du parti communiste, situés derrière le théâtre ont été incendiés. Les conditions climatiques étaient printanières. La steppe était verte, couverte d’édelweiss et de gentianes.

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Von links nach rechts: Prof. Gillet, Dr. Rode, Dr. Chinburen

The September Congress – Dr. Chinburen

First I would like to thank you for your support to our September congress, it was the most fruitful congress I have ever done before. During the congress we have not only discussed liver surgery, but also the interventional radiology, which is quite a new technology for Mongolia. Prof. Gillet made a very good presentational work.

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